Glücklich

16. April 2008

Es war ein langer, harter, schnee- und kummerreicher Winter. Doch nun ist der Frühling da, und wieder freue ich mich über das Erwachen der Natur. Ich gehe heute Huflattich sammeln und Blumenbeete putzen. Die Wäsche trocknet draussen und die Katze lockt ihre Jungen vor das Haus auf die Treppe.

Nach dem Winter wächst neues Leben, und ich bin sehr glücklich darüber!

Schnusig

12. April 2008

Das ist ein schweizerdeutscher Ausdruck, er bedeutet “allerliebst”, “süss”, “entzückend”… und doch keins von diesen Worten.

Sie sind eben “schnusig”, die Kinder meiner Katze:

Finette * Tigger * Patty * Geronimo

Doch endlich…

7. April 2008

Es wird doch endlich auch bei uns Frühling. Heute habe ich den ersten Turdus migratorius gesehen, und Herr Kardinal macht seiner Frau gehörig den Hof. Die Schneegänse ziehen in grossen, lärmenden Scharen in ihren typischen V-Formationen nach Norden, und im Blumenbeet gucken die Osterglocken fünf Millimeter aus der Erde!!

Das blaue und das rote Haus

6. April 2008

Meine Haussuche scheint auf Interesse zu stossen ;-) und deshalb will ich Euch gerne berichten, was ich angetroffen habe.

Zuerst habe ich das blaue Haus besichtigt. Als ich dort ankam, fiel ein nasser Aprilschnee in dicken Flocken. Trotzdem hat mir der Ort sofort sehr gut gefallen, genug Umschwung, und doch nicht so gross, dass es furchtbar viel Arbeit geben würde. Das Flüsschen vor dem Haus und der Teich dahinter sind wirklich sehr schön. Das Haus steht etwas erhöht, so dass es trotzdem nicht feucht sein sollte. Der kleine Pavillon und das heizbare Werkstatthäuschen sind auch ein Plus. Auf dem Grundstück war es mir sofort sehr wohl. Das Haus selbst ist sehr einfach, aber zweckmässig gebaut. Der weissgestrichene Holzbalkon erstreckt sich um drei Seiten des Hauses, und es gibt drei Türen, durch die man ihn betreten kann. Die Zimmer sind zum Teil in schrecklichen Farben gestrichen, aber das lässt sich ja sehr leicht ändern. Und ich habe mich auch im Haus wohlgefühlt, es wird auf die Liste “weiterverfolgen” kommen.

Das rote Haus, das Euch zum Teil besser gefallen hat, ist zwar viel neueren Baudatums, aber es ist recht kleinlich gebaut, und es hat zu viele Treppen für mich, der Wohnraum erstreckt sich auf drei Stockwerke, und es hat sozusagen keinen Lagerraum, wie Keller oder Estrich. Es hat viel weniger Umschwung als das blaue, und  die Nachbarn sind auch viel näher dran. Kurz: nein, das rote kommt für mich nicht in Frage.

Aber ich habe ja erst gerade angefangen mit meinen Besichtigungen, und ich brauche wirklich nichts zu überstürzen. Es hat noch sehr viele Häuser auf dem Markt.

Häuser besichtigen

4. April 2008

Nun sind es schon vier Monate her, dass der Bauer ausgezogen ist. Wir arbeiten weiterhin zu dritt auf der Farm, der Bauer, seine neue Partnerin und ich. Das ist für mich nicht ganz einfach und es ist mir klar, dass dieser Zustand nicht jahrelang dauern kann. Deshalb habe ich ja auch neue Ausbildungen angefangen, um bald einmal ganz auf eigenen Füssen stehen zu können. Dank der Ärztkunst tragen mich meine Füsse ja auch wieder sehr gut. Ich denke nun daran, mir ein eigenes Haus zu kaufen, wo ich wirklich ganz bei mir daheim sein kann, und wo nicht jede Ecke Erinnerungen birgt, schöne und schwere.

So habe ich nun angefangen, in einer Gegend, die mir besonders gut gefällt und wo ich auch schon eine Arbeitsmöglichkeit in Aussicht habe, nach einem Haus Ausschau zu halten und habe auch bereits zwei besichtigt, die aber nicht in Frage kommen. Es hat viele Angebote auf dem Markt, und da ich mir Zeit lassen kann, weil ich ja nicht aus dem Farmhaus muss, werde ich bestimmt etwas Schönes finden.

Heute gehe ich nun ein rotes und ein blaues Haus anschauen. Natürlich muss ich auf den Preis, die Bauart, den Zustand, die Grösse, den Umschwung, die Wasserqualität, die Verkehrslage… und sonst noch alles Mögliche achten, aber die allererste Frage, die ich mir stelle, wenn ich so ein Haus betrete ist: “Fühle ich mich wohl hier? Könnte dies ein Zuhause werden?” Diese Frage beantworte ich für mich ganz nach Gefühl, aus dem Bauch heraus. Und wenn die Antwort “nein” oder “ich bin mir nicht sicher” lautet, so brauche ich die andern Kriterien gar nicht erst anzusehen.

Ich bin gespannt, was ich antreffen werden. Mögt Ihr mich bei der Suche ein wenig begleiten?

Erleichtert…

1. April 2008

Im Februar musste ich mal wieder nach Montréal zum Doktor, um nachzusehen, ob sich das Krustentierchen nicht etwa wieder bemerkbar mache. Irgendwie schien dem Doc irgendetwas nicht so ganz zu gefallen, und so schickte er mich zum CT-Scan. Dass ich bereits Mitte März dafür einen Termin bekam, ist bei den Wartezeiten, die in unserem staatlichen Gesundheitssystem sonst üblich sind, fast ein wenig beunruhigend. Und dass ich ein paar Tage nach dem Scan einen Anruf bekam, ich müsse am 31. März herkommen, um mit dem Arzt die Resultate zu besprechen, hat mir doch einige Sorgen bereitet. Der Grosse kam mit mir, damit ich nicht allein gehen musste.

Um es kurz zu machen: Es ist alles im grünsten Bereich, der Scan zeigt keine Spur von Krustentierchen und die Blutproben, Tumormarker und die ganze Testbatterie ergeben das gleiche Resultat. Und ausserdem fühle ich mich ja in den letzten Monaten wirklich wieder fit und gesund.

Ich war natürlich sehr erleichtert, und der Grosse und ich haben das bei einem feinen Essen in einem Thai-Restaurant gefeiert.

Jetzt fühle ich mich so leicht wie die Schmetterlinge im Botanischen Garten !

Schmetterlinge

30. March 2008

Da war ich gestern mit einer Freundin, war das schön, und hat das gut getan!

Nicht der Osterhase…

23. March 2008

…sondern eine liebe Freundin hat mir dieses wunderhübsche Ostergärtchen gebracht, ein gemütlicher Kaffeeschwatz gehörte auch dazu.

Ich hoffe, Ihr hattet auch einen schönen Ostertag, bei uns liegt noch immer recht viel Schnee und es ist sonnig, aber kalt.

Auch nicht der Osterhase, sondern meine Katze hat vor schon bald drei Wochen ein Nestchen voller Junge bekommen. Die Kleinen haben schon die Äuglein offen, und die Mama schwelgt im Mutterglück. Schon bald werden sie aus ihrer Kiste krabbeln, und dann wird es lustig in meiner Küche!

Ich bin oft unterwegs, arbeite aber immer noch auf der Farm. Es geht mir gut, auch wenn sich vieles verändert. Aber bloggen gehört im Moment nicht zu meinen ersten Prioritäten, ich hoffe, Ihr habt dafür Verständnis.

Heimkehr

2. March 2008

Was für ein schönes Fest gestern! Unser Sohn ist gesund und wohlbehalten wieder da. Ich habe gebacken und den Tisch vorbereitet. Nebst einer Züpfe gab es eine Rüeblitorte und eine Schoggitorte. Sein Vater und sein Bär haben auf ihn gewartet, und ich natürlich auch. Und dann kam er mit seiner Freundin, er ist mitten in der Nacht vom Flughafen zu ihr gebracht worden. Auch einige seiner besten Freunde fanden sich ein, und so war wieder einmal lebhafter Betrieb in meiner Küche. Am Nachmittag wurde ein wunderschöner Blumenstrauss geliefert, die Familie in der Schweiz freut sich natürlich mit.
Ich finde, sein Bart stand ihm ausgezeichnet, er sah damit seinem Vater so ähnlich, doch seine Freundin bestand darauf, dass er weg müsse. Aber die Hauptsache ist ja, dass er glücklich wieder da ist, und dass er nach allem, was er gesehen und erlebt hat, immer wieder Frieden finden kann!

(die ganze Fotoserie der Rückkehr findet ihr hier)

Morgen!!

29. February 2008

Morgen ist es so weit, unser Caporal kommt nach Hause! Ich bin am Kuchen backen, und der Junge wird gleich hinaus gehen und viele gelbe Bänder in den Fliederbusch knüpfen. Könnt Ihr Euch vorstellen, wir froh und erleichtert ich bin… Allerdings wird mein Grosser auch jetzt dann noch viel Kraft und gute Energien brauchen, um alles zu verdauen, was er erlebt hat. Denkt bitte weiterhin an ihn, damit er die Umstellung gut bewältigt.

Nun hab ich habe noch allerlei zu tun, ich freu mich so…