Gartentage…
Friday, 27. November 2009Dies ist ein Archivblog. Aktuelle Blogeinträge gibt es
Dies ist ein Archivblog. Aktuelle Blogeinträge gibt es
Mein neues Zuhause
“Vendu” steht auf dem Schild vor diesem Haus. Das heisst “Verkauft”.
Vor gut einem Jahr hat mir eine Bekannte in der Clinique erzählt, dass sie sich ein neues Haus bauen, weil ihr Häuschen für eine Familie mit zwei lebhaften Jungs etwas zu klein geworden sei. Da ich mich ja schon eine Weile nach einem Haus umgesehen hatte, ging ich ein paar Tage später zu meiner Bekannten, um das Haus mal anzusehen. Vom ersten Augenblick an fühlte ich mich sehr, sehr wohl dort, und ich träumte davon, darin zu wohnen. Wenig später sagte mir meine Bekannte, dass sie das starke Gefühl hätte, dass ihr Haus mir gehören würde.
Doch es hat fast ein Jahr und meinen Aufenthalt im “Sommerhüttchen” gebraucht, bis ich bereit war,den Sprung zu wagen. Und das Haus hat geduldig auf mich gewartet, obwohl es schon eine Weile bei einem Makler unter Vertrag stand. Aber jetzt ist es soweit, letzte Woche haben wir den Vorverkaufsvertrag unterzeichnet, und voraussichtlich Mitte Dezember werden wir es notariell verschreiben und ich werde umziehen können. Vorerst werde ich dann doch noch etwas auf der Farm mithelfen, ganz sicher noch die Büroarbeit machen, da ich meine Anteile noch nicht gleich verkaufe. Aber mein neues Zuhause ist im gleichen Dorf wie die Clinique, und ich mache im Moment auch noch eine weitere Ausbildung, so dass ich mir dort meinen Kundenkreis ausbauen kann. Dazu werde ich mein Wollgeschäft weiter ausbauen, im neuen Haus ist nämlich das Untergeschoss wunderbar geeignet, um mir eine Färbeküche einzurichten.
Ich werde Euch später das Haus genauer beschreiben und auch noch mehr Fotos einstellen. Mein Blog wird weiterhin “Gartentage” heissen, denn ich habe dort einen hübschen kleinen Gemüsegarten, viele Blumenbeete und sogar ein Treibhäuschen, was schon lange mein Traum war.
Ich bin sehr, sehr glücklich.
Der Sommer ist nun endgültig dem Herbst gewichen, die letzten Kartoffeln sind ausgegraben und die Puffbohnen geerntet und getrocknet. Die grünen Tomaten reifen oder faulen auf dem Fenstersims vor sich hin, und am Morgen liegt weisser Reif auf den Wiesen.
Tigra ist nie mehr nach Hause gekommen, und seit drei Wochen fehlt auch Geronimo. Nur noch die alte Arebondo ist da, hat aber immer noch Probleme mit der Verdauung, was gelegentlich Probleme für den Stubenteppich ergibt. Die Wolle ist nun alle fein säuberlich in Plastiksäcke verpackt.
Bald werde ich auch anderes verpacken. Veränderungen stehen mir bevor. Es ist noch ein wenig zu früh, Genaueres zu berichten, nächste Woche habe ich einige wichtige Dinge zu regeln. So muss ich Euch halt noch ein wenig auf die Folter spannen – aber keine Sorge, alles kommt gut!
Für Euch habe ich erst mal das Kleidchen meines Blogs verändert…
Seit etwas mehr als einer Woche ist meine Katze Tigra verschwunden. Meine Hauskatzen sind ja eigentlich Farmkatzen, und es kommt schon vor, dass sie ein paar Tage auf Abenteuerreisen gehen. Aber Tigra hat das fast nie gemacht, und sie hat immer im Haus übernachtet. Am Morgen, wenn mein Wecker ging, hat sie an meiner Tür gekratzt und durfte ins Schlafzimmer kommen, bis ich angezogen und das Bett gemacht war. Da hat sie sich jeweis wonniglich auf dem Spannteppich gerollt und ist mir um die Beine gestrichen, bis wir dann zusammen nach unten gingen. Ich genehmigte mir meinen ersten Kaffee, aber nicht bevor die Katzen ihr Schälchen Morgenmilch hatten… Und nun ist sie weg, kommt nicht nach Hause. Geronimo sucht sie noch immer überall, maunzt laut fragend, doch ich muss ihm leider immer wieder sagen, dass ich auch nicht weiss, wo sie ist. Ich bin schon etwas traurig…
Mama Arebondo scheint das weniger auszumachen, sie hat ja bestimmt fünfzehn Würfe Kätzchen aufgezogen und musste sie dann gehen lassen – das heisst, bei den letzten paar hatte ich den Eindruck, dass sie ganz froh war, wenn die Jungmannschaft selbständig wurde. Im März hat sie nochmals geworfen, im Stall diesmal, sie hat sich aber nicht um die Kleinen gekümmert und diese elendiglich zu Grunde gehen lassen… Ich habe Bondo dann zum Tierarzt gebracht im Frühling, und nun ist Ende mit dem Kindersegen. Sie ist ja auch fast zehn Jahre alt.
Und in der letzten Zeit geht es ihr nicht so gut. Sie ist abgemagert, und oft hat sie Verdauungsbeschwerden – hinten und vorn. Dann reicht es manchmal nicht mehr auf das Katzenkistchen oder nach draussen.
Heute Vormittag war ich am Packen, weil ich nach meiner Kundin, die ich heute Nachmittag hatte, direkt ins Hüttchen fahren wollte und dort wahrscheinlich eines der letzten Wochenende verbringen wollte. Plötzlich fand ich, dass aus der Ecke, wo meine Wollkörbe stehen, ein ziemlich penetranter Gestank kam – und als ich der Sache auf den Grund ging, sah ich, dass Bondo einen der Körbe mit ihrem Klokistchen verwechselt hatte…
Es blieb nicht viel anderes übrig, als das Zeug zu entwirren und die Wolle erst mal einzuweichen. So bin ich halt wieder nach Hause gefahren, und während die Stränge im zweiten Bad liegen und ich gespannt bin, was noch zu retten ist, blogge ich Euch diese Geschichte…
Franziska im WaldDie Brombeeren sind reif und es hat viele, viele! (Fotos davon kommen dann auch noch!)
Und dazwischen bin ich auch mal wieder auf der Farm, habe vom Jungen einen High-Speed-Stick geschenkt bekommen und kann nun ganz schnell mal bloggen oder Facebooken.
Wann aber stricke ich, da ich nun nicht mehr warten muss, bis die Seite geladen oder die Fotos abgeschickt sind?
Ja, es geht mir gut, und morgen fange ich einen neuen Kurs an, “Polarity Massage”, der wird jeden Mittwoch stattfinden und bis nächsten Juni dauern. Ich freue mich wie ein Kind auf den ersten Schultag!
Die Tomaten sind besonders schön dieses Jahr. Im Juli und August hatten sie mit dem vielen Regen genug Wasser, und nun ist es seit gut zehn Tagen doch noch schön und warm. Ich habe auch Glück gehabt, meine Stauden haben keine Krautfäule bekommen, auch wenn ich in andern Gärten völlig braunschwarze Pflanzen gesehen habe. Ob es daran liegt, dass ich sie auf schwarzer Plastikmulchfolie habe, deshalb kaum jäten musste und die Stauden nur selten berührte? Jedenfalls freue ich mich über diese leckeren roten Bälle. Tomatensalat mit Mozzarella, schwarzen Oliven und viel Basilikum ist nämlich eines meiner Leibgerichte!
Die Samen im Rucksäcklein hatten damals auch Frucht getragen, und ich legte jedes Jahr einige beiseite, um die besondere Pflanze weiterzuziehen.
Doch dann hatte ich aus gesundheitlichen Gründen während zweier Jahre keinen Gemüsegarten und letzten Sommer nur in bescheidenem Rahmen. Dieses Jahr mag ich nun wieder gut, und als ich im Frühjahr den Garten plante, fand ich in einem Schrank eine Schachtel mit alten Samenbriefchen, und auf dem Boden dieser Schachtel lagen frei ein paar ziemlich angegraute Bohnensamen, die ich alsbald als mindestens drei Jahre alte Puffbohnenkerne identifizierte. Ein freies Eckchen im Garten war bald gefunden, und ich steckte die acht Bohnen hoffnungsvoll in den Boden. Ich staunte nicht schlecht, als von diesen bald sechs Pflänzchen das Licht der Welt erblickten, kräftig wuchsen und ihre weiss-schwarzen Blüten entwickelten. Eins der sechs habe ich mal beim Jäten versehentlich ausgerissen, wieder eingepflanzt, und siehe, es wuchs wieder an.
Heute war ich wieder einmal jäten und ernten. Nein, die Bohnen habe ich stehen lassen, habe sie nur mit dem Fotoapparat “geerntet”. Ich lasse sie wieder ausreifen. Solche Riesendinger! Nächstes Jahr säe ich ein ganzes Beet davon – Erfurter Puffbohnen in Kanada!
Frisch verlobt…, originally uploaded by franziskas garten.
Der Grosse ist diesen Sommer nach Europa gereist und hat seine Freundin mitgenommen. Zurückgekommen ist er vor einer Woche mit seiner Verlobten…
Mein Sohn hat – wie romantisch – in Paris seinen Antrag gemacht. Ein Brillantring, den er in seiner Geburtstadt gekauft hatte, wurde in Szene gesetzt – wie im Film ![]()
Ich bin überrascht, dass dieser Tradition der Verlobung wieder aktuell zu sein scheint, in meiner Generation beschloss man einfach gemeinsam, man werde heiraten. Schön finde ich es alleweil!
Und ich brauche wohl nicht zu sagen, dass ich mich sehr freue. Die beiden kennen sich schon lange, haben allerlei Stürme und den Afghanistaneinsatz des Grossen hinter sich. Ich wünsche ihnen alles Glück dieser Erde!
Ich finde das französische Wort “belle-fille” so viel schöner als das deutsche “Schwiegertochter”. Deshalb heisst die junge Frau ab sofort in meinem Blog “La Belle-fille”. Und ich werde “belle-maman”, *freu*!
Ich habe mich eine ganze Weile gewehrt: Nein, Facebook brauche ich nicht auch noch, ich bin schon so viel zu viel auf dem Internet, und diesen Sommer sowieso nicht, und überhaupt…
Ich habe vor zwei oder drei Tagen, aus einer Laune heraus, nach dem Namen eines uralten Schwarmes von mir gegoogelt. Der sagte mir (der Google, meine ich), dass der Betreffende auf Facebook sei. Da bin ich schwach geworden und habe mich doch eingeschrieben. Allerdings habe ich dem uralten Schwarm dann doch keine Freundschaftsanfrage geschickt. Dafür habe ich viele virtuelle und Real-Life-Bekannte gefunden und meine Freundesliste wächst erstaunlich schnell. Wer mag, hier bin ich…
Erste Ernte – First Harvest, originally uploaded by franziskas garten.
Dieses Jahr habe ich die Hälfte meines Gartens mit Kartoffeln bepflanzt, und in der andern Hälfte sind fast zwanzig Stauden dieser leckeren, nahrhaften Knollen einfach so von selbst gewachsen, aus Kartoffeln, die letzten Herbst irgendwie im Boden geblieben sind. So wachsen Kartoffeln im Rüeblibeet, zwischen den Schwarzwurzeln, neben den Tomaten, bei den Bohnen und hinter dem Salat. Sie haben wunderschön violett geblüht, und gestern habe ich die erste Staude ausgegraben, diejenige, die die Rüebli fast erdrückte. Ich war sehr überrascht, wie viele und wie gleichmässige Knollen zum Vorschein kamen. Die Kartoffeln auf dem Bild kommen alle von dieser einen Staude. Ich habe sie mit viel frischer Salbei gebraten, das war ein herrliches Essen!
Und nun regnet es schon wieder, es ist ein schwieriges Heujahr! Dafür blühen die Blumen vor dem Haus wundervoll!